Tagtäglich zerstören wir unsere Umwelt durch ein auf permanentes Wachstum getrimmtes Wirtschaftssystem. Die Privatverschuldung hat dabei exorbitante Dimensionen angenommen. Zudem werden die Arbeitsbedingungen durch einen immer stärker auf den Preis reduzierten Wettbewerb prekärer. Die neoliberale Globalisierung spaltet die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer. Letztere haben das Vertrauen in die Elite aus Politik und Wirtschaft verloren und hoffen auf Populisten, welche die Situation der Verlierer besser antizipieren – und ausnützen.

 

Die Coronakrise lähmt die Wirtschaft und stellt die Menschen der Konsum- und Wegwerfgesellschaft vor grosse Herausforderungen. Trotz einer der höchsten Todesrate weltweit, wird in der Schweiz kaum von den Toten gesprochen – einige reden stattdessen von Gipfeli, die am Sonntag fehlen! Wir sind bislang nicht imstande, zielführende Massnahmen zur Eindämmung des Virus zu ergreifen, geschweige denn, die betroffenen Menschen und KMU wertschätzend zu entschädigen. Skifahren ist für viele wichtiger als die Gefahr des Todes bei älteren und verletzlichen Menschen.

 

Ständig wird vom Schutz der Wirtschaft, vom Schutz der Freiheit und von der Selbstverantwortung gefaselt – als ob das Drosseln der Wirtschaft angesichts der dramatischen Umweltprobleme nicht dringendst notwendig und der Schutz der Menschen nicht die Bedingung von Freiheit überhaupt wäre. Ausserdem geht es nicht primär um Selbstverantwortung, sondern um Solidarität gegenüber den verletzlichen Menschen!

 

Die Schweiz erlebt gerade nicht nur ein politisches Totalversagen, sondern auch ein Totalversagen der bürgerlichen Politik! Es ist Winterzeit, aber die Kälte kommt nicht vom Winter!

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